„Die Jagd nach Ratko Mladić“

Veröffentlicht: Januar 11, 2018 in Uncategorized
 
Die Jagd auf Ratko Mladic
 

Wenn der serbische General Ratko Mladić Kriegsverbrechen verübte, wurde er zurecht verurteilt.

Wenn Ratko Mladić für den Tod von Zivilisten verurteilt wurde, die im Zuge der untereinander stattfindenden Gefechte getötet worden sind, dann mussten die Generäle der Gegner ebenfalls verurteilt werden, für eben gleiches.

Wenn serbische, kroatische und moslemische Generäle und Politiker vor einen Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien mussten, dann gehörten nach einem wirklich gerechten humanitären Empfinden, jene westlichen Politiker und NATO-Generäle vor demselben UN-Tribunal, die den Befehl zum Angriff eines souveränen Staates und den Bombardierungen auf zivile Einrichtungen und Flüchtlingstracks erteilten und dabei Zivilisten töteten.

Wurden keine Generäle und Politiker der NATO angeklagt, so sind die Urteile am Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, auch ICTY und UN-Tribunal genannt, null und nichtig und es muss eine Freilassung ALLER Verurteilten erfolgen.

Der im Folgenden gezeigte Fall (das Video wurde erst im November 2016 vom Sender AP hochgeladen, weshalb ich die Aufnahmen zuvor nie entdeckte) zeigt eines dieser Verbrechen in Dubrava, im Kosovo, das mir seit meinem damaligen Engagement im Jahr 2001 im Kosovo bekannt ist und auch am UN-Tribunal verhandelt wurde.

Die NATO bombardierte die Gefängnisanlage in Dubrava  am 21. und 22. Mai 1999. Am 24. Mai 1999 wurden die folgenden Film-Aufnahmen gemacht, der Mann darin sagt betroffen: NATO-Angriff auf die Gefängnisanlage – zivile Einrichtung – in Dubrava

„An diesem Ort ist eines der größten Verbrechen der modernen Zivilisation passiert. Dabei sind einige Menschen getötet und viele verletzt worden, die in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.“

Weiß jemand davon???

Wenn nicht, _W A R U M _ nicht???

Am UN-Tribunal versuchte man die Opfer aus diesem Beschuss dem ehemaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic anzulasten. Der Journalist der „Deutsche Welle“ Germinal Civikov beobachtete wegen der Nähe zu Den Haag (er lebt in den Niederlanden) täglich den Milosevic-Prozess. Civikov schrieb zwei bedeutsame Bücher über die Verhandlungs-Methoden am UN-Tribunal im Milosevic-Prozess. Ein Buch bezieht sich ausschließlich mit dem Fall »Srebrenica« – fokussiert auf einen „Kronzeugen“.

Nun erlebte Germinal Civikov auch jenen Prozess-Abschnitt mit, der den NATO-Beschuss auf das Gefängnis in Dubrava beinhaltet, in dem über Tausend Albaner untergebracht waren. Unter den Opfern waren auch Serben. Im „derFreitag“ (Verleger und Chefredakteur Jakob Augstein) schrieb Germinal Civikov am 9.12.2005:

„Ähnliches geschieht bei der Beweisaufnahme um den Massenmord im Gefängnis Dubrava, in dem viele Kosovo-Albaner einsaßen. Laut Punkt 66 k der Anklage wurden die Gefangenen am 22. Mai 1999 aufgefordert, sich im Hof aufzustellen – sie würden versetzt, hieß es. Dann hätten Bewaffnete das Feuer eröffnet und mehrere Häftlinge erschossen. Am nächsten Tag habe man die Überlebenden mit Handgranaten getötet – mehr als 50 Menschen. Drei Zeugen der Anklage haben diesen Massenmord bestätigt. Allerdings gilt auch als erwiesen, dass an jenem 22. Mai 1999 das Dubrava-Gefängnis gleich zwei Mal von der NATO schwer bombardiert worden ist. Neben zahlreichen Gefangenen fiel auch der stellvertretende Gefängnisdirektor diesen Angriffen zum Opfer. Nach dem Krieg hat man außerhalb der Gefängnismauern etwa 90 Leichen exhumiert. Nun dürfen die Richter entscheiden, welche Toten Milosevic zu verantworten hat – für die NATO-Leichen sind sie jedenfalls nicht zuständig.“

»Wenn Mister Nice den Zeugen einen Lügner nennt«

– Beispiel 2 – ungesühntes NATO-Verbrechen

NATO-Sprecher Jamie Sheaentschuldigte‘ sich für dafür und formte aufgrund der NATO-Angriffe auf Serbien, den Begriff  Kollateralschäden“.

(…es gibt jedoch viele weitere Beispiele,  für die vertuschte Menge an getöteten Zivilisten durch NATO-Aggression und durch im Schutze der NATO-Angriffe geheimdienstlich agierenden Söldner – allein aus dem Jugoslawienkrieg…)

Ich möchte mit der Film-Dokumentation „Die Jagd nach Ratko Mladić“ einen Vergleich bieten, in dem er als „Schlächter“ von jenen Staaten dargestellt wird, die sich an den Menschen in Jugoslawien versündigten. Der Beweis dafür wird weder in der Doku  geliefert, noch gehen Beweise aus den Prozessen am UN-Tribunal hervor.
 
Aber macht Euch mal das Vergnügen und begibt Euch auf die Suche nach Eindrücken, die irgendwie bestätigen, was ständig über Srebrenica suggeriert wird. Ich garantiere, das kann spannender werden, als irgendein Krimi.
 
Sind vier Teile, a 15 Minuten lang.
Teil 1
 
Ratko Mladić mähte mit der Sense Wiesen und erntete in seinem Unterschlupf in Serbien Kohlköpfe, während man ihn jagte. Naser Orić, sein Gegner aus Srebrenica, übte hingegen das Köpfeschneiden an lebenden Objekten, solange er in Srebrenica weilte.
 
Hier der Originaltext jenes Journalisten, dem Naser Orić 1994 ein Video vorführte, bei dem er sich damit rühmte, wie er und seine Anhänger Serben töteten.
 
 
Dazu eine Zusammenfassung des leider viel zu jung verstorbenen Kurt Köpruner, einem österreichischen Unternehmer, der Jugoslawien in den Neunzigern bereiste und die Ereignisse anders erlebte, als in Österreich und Deutschland verbreitet wurde. Er schrieb ein Buch darüber. „Reisen in das Land der Kriege“.
 
 
An dieser Stelle der Doku, https://youtu.be/r9Nb-TwWbkM?t=390 „Die Jagd nach Ratko Mladić“, erzählt die Sprecherin in dramatischer Spannung von einem Beweisvideo, das Ratko Mladić entlarven würde.
 
Schaut Euch den Beweis an und versucht mal einen Moment Vorurteile abzulegen und die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass nicht nur in Nordkorea oder Russland Propaganda betrieben wird.
 
Wer dann die Szenen noch ernst nehmen kann, die kurz nach der „Beweisaufnahme“ folgen, die „vom Unvermögen der Internationalen Gemeinschaft“ zeugen, „als im Frühling 1996 ein US-Amerikanischer Trupp auf eine serbische Kaserne vorrückt, um Ratko Mladić zu verhaften“, den lade ich zum Freibier ein, eine ganze Woche lang!
 
„Die Zivilisten sehen keinen Grund für Mladić auszuliefern.“
 
Unter der Betrachtung, dass Ratko Mladić den Serbenmörder Naser Orić jagte, um dem es nach dessen Flucht aus Srebrenica seltsam still war, verständlich.
 
„Nach zwei Stunden ziehen die internationalen Streitkräfte unverrichteter Dinge ab – gedemütigt.“
 
„gedemütigt“
 
Aha?
 
Einfach mal ab Minute 6:45 laufen lassen … ist nicht lange, aber es entgeht Euch was beim nicht hinschauen.
 
Interessant ist auch die Szene, als man „Long Gun“ heimlich filmte, der… hmm?, der Ratko Mladić beschreibt, wie ihn viele beschreiben.
 
Warum allerdings die Franzosen Sympathien für Mladić hatten und ihn schützten? Nun, da fällt mir der französische Fünf-Sterne-General Philippe Morillon ein, der in Bosnien die serbischen Massaker-Opfer sah und der Meinung war, das Ratko Mladić in Srebrenica in eine Falle gelockt worden sei – was Philippe Morillon auch am UN-Tribunal erwähnte.
 
Teil 2 – die Jagd nach Ratko Mladić
 
In diesem Foto ist die, am Anfang von Teil 2 erwähnte UN-Tribunal Sprecherin Florence Hartmann, die Ratko Mladić als „Teufel“ bezeichnet, in gemütlicher Runde mit Naser Orić zu sehen.
Florence Hartmann - Naser Oric

zweiter von links, Naser Orić – daneben Florence Hartmann, UN-Tribunal Sprecherin

 
Ich möchte betonen, dass Naser Orićs Gräueltaten bekannt waren. Da fragt man sich, was für Gestalten am UN-Tribunal agierten.
 
Vielleicht sind es ja meine falschen Wahrnehmungen, aber dann lebe ich auf dem falschen Planeten, denn man sieht in Dokumentationen, wie „Die Jagd nach Ratko Mladić“, dass es anders ist, als es suggeriert wird, wenn man sich von Vorurteilen befreit. Nun mag der serbische General vielleicht aber auch ein hervorragender Schauspieler sein, als er sich von den gefangenen französischen Piloten verabschiedete.
 
Oder als er sich die Mühe machte, die moslemische Bevölkerung aus Srebrenica zu versorgen – zu sehen hier: https://www.youtube.com/watch?v=giKFleLz8Eg&t=615s
 
Übel wird es aus meiner Sicht, als sich die Untersuchungs-Ermittler an die Familienangehörigen des „Netzwerkes“ von Mladić heranmachen und bei der Beerdigung seiner Mutter den Sarg öffnen – siehe Teil 2 „Die Jagd nach Ratko Mladić.
 
„Die Bewohner sind empört.“
So was aber auch – Mladić könnte sich doch vielleicht im Sarg seiner Mutter verstecken.
 
Interessant ist auch, was Mladićs Schwager den Journalisten zu sagen hat, der Ratko Mladićs Zufluchtsort nicht preisgeben will.
 
100 Polizisten hatten wohl ebenfalls Sympathien für Ratko Mladić und noch weitere Beamte, wie der serbische Polizeichef in der Doku erklärt – einschließlich den Spezialkräften der weltweit unter seinesgleichen gelobten serbischen Sonderkommandos: alle und noch viel mehr würden einfach wegschauen, bevor sie den „Teufel“ festnehmen würden.
Woran das wohl liegen mag?
 
Am Ende des zweiten Teils wird es wieder richtig übel, als internationale Einheiten bei Mladićs Onkel, einem bescheidenen Bauern, der Mladić in den Bergen Bosniens als Weise aufzog (Mladićs Mutter flüchtete im Zweiten Weltkrieg mit ihrem Kind Ratko, * 12. März 1942 vor der Mörderbanden der kroatischen Ustascha. Ratko Mladić ist ein Überlebender des damaligen Genozids an Serben. Sein Vater wurde getötet – sagt man auch in der Doku, aber nicht von wem. Zoran Jovanovic, der Ratko Mladić kannte, erklärte mir felsenfest, dass Mladić weder an Serben noch an Muslimen oder an Kroaten Völkermord geduldet hätte. Reuters und die UN-Tribunal-Richter wussten es besser).
 
Der Einsatz der Internationalen Spezialeinheiten in dem „verlassenen Nest, wo es mehr Schafe als Menschen gibt“, wo Mladićs misstrauischer Onkel Mile Mladić seinen Gästen auch noch Sliwowitz anbietet, geht in Teil 3 noch weiter.
 
Sliwo(Slawen)Witz ist in der ganzen Geschichte sehr viel enthalten,
aber dunkelschwarzer!
 
In Teil 3 geht es weiter mit jenem „Netzwerk“, das Ratko Mladić schützte.
 
Interessant wird es wieder an der Stelle, als im Oktober 2004 zwei Soldaten an einer Kaserne erschossen werden, in der Ratko Mladić war. Man habe die Soldaten erschossen, weil sie Mladić entdeckt hätten – in der Kaserne … wo Mladić Tennis spielte und für viele andere Soldaten ebenfalls sichtbar war…
 
Und wer führte die Ermittlungen?
Das FBI!
 
Ich sag jetzt mal nix dazu, nur so viel, dass ich keine Hollywoodfilme mehr schaue, sondern nur noch Lifecrimes verfolge.
 
Das FBI ermittelte auch im Kosovo. Für manche vielleicht noch nichts Ungewöhnliches. Aber eventuell wird es ungewöhnlich bei der Vorstellung, wenn man russische oder chinesische oder deutsche Ermittler nach USA schicken würde, um dort beispielsweise einen Massenmord oder gar einen gigantischen Anschlag untersuchen zu lassen. Upps,…!?
 
Weiter in der Doku geht es mit den Sympathisanten um den Menschen Ratko Mladić herum.
 
In Teil 4 wird es aber richtig stinkend übel. Ab Minute 4 wird der Friedhof von Bratunac gezeigt, auf dem ich im August 2011 ebenfalls mit dem ehemaligen serbischen Kriegsberichterstatter Zoran Jovanović war. Anders als in der Doku erklärt, liegen dort nicht nur gefallene serbische Soldaten, sondern wurden auch getötete serbische Zivilisten bestattet. Ich sah die Bilder der Getöteten und die Jahresdaten auf den Grabsteinen und hab noch Fotos davon.
 
Es ist die Bill Clinton -Version im nur 5 Kilometer entfernten Potočari, wo seit 2003, als die „Gedenkstätte“ von Bill Clinton eröffnet wurde, gefallene moslemische Kämpfer in einer jährlich stattfindenden Zeremonie zu Grabe getragen werden, die das berühmte „Hinrichtungs-Massaker“ an „wehrlosen Männern“ symbolisieren soll – darunter können sich theoretisch auch jene Killer befinden, die sich an den Tötungen der Serben beteiligten, die auf dem Friedhof in Bratunac und in  Kravica  beerdigt sind.
 
 
Auch zu sehen am Anfang und am Ende der Dokumentation, „Die Jagd nach Ratko Mladic“
 
Im Folgenden nochmal dazu Srebrenica- Experte Alexander Dorin, der in dem verlinkten Teil der elf-teiligen Interview-Reihe Schritt für Schritt aufführt, wie aus „8.000 Vermissten“, Massakeropfer werden – dank freundlicher Unterstützung unter US-Führung.
 
 
Wie verantwortungslos der Umgang westlicher Medien mit Reuters ist, die Ratko Mladić in dieser Doku als die wirklichen Kriegsverbrecher bezeichnet, führe ich an einem Beispiel mit Stefan Kornelius vor, dem Chef-Redakteur und Leiter des Ressorts Außenpolitik Süddeutsche Zeitung und Mitglied der Atlantik-Brücke.
 
Abschließend möchte ich nur nochmal erwähnen, dass die Dokumentation „Die Jagd nach Ratko Mladić“ nur eine von vielen Dokus, Online-Artikel und Bücher waren, die die Bill Clinton Version enthielten und die ich mir vorgenommen habe.
Und überall entdeckte ich tief schwarzen Humor!
 
Im Anschluss die vollständige Interview-Reihe mit Alexander Dorin, wo der Autor auch die in der Dokumentation „Die Jagd  nach Ratko Mladic„, eingespielten Erschießungen erklärt, die ein unentschuldbares Kriegsverbrechen zeigen, aber nichts mit dem angeblichen Massenhinrichtungen zu tun haben.
Advertisements
Kommentare
  1. Pavle sagt:

    Das ist natürlich die offen gezeigte Karten das im EU und USA nur Faschisten an Regierungen sind.
    Die laut Predigen von Gerechtigkeit. Aber das in Den Haag sind Hitlers Methoden das Gerechtigkeit zu Zeigen. Natürlich das alle Fehden aus Washington kommen, aber auch unsere Politik Schafen können nicht sagen ich will das tun, wir habe in 1940 ger Jahren genug an Serben Leid angebracht.
    Tja, und so sieht bei uns in Deutschland die Verarbeitung der Nazizeit , Rache an Opfer der Nazizeit.
    Dabei sind alle gleich von CDU über Grünen bis der SPD. Alle schweigen wie feigen Flaschen.
    Im Geisten freuen sich das Sie, auch wen wie Feiglinge,die Rache durchziehen konnte.
    Irgend wann kann das wie Bumerang wirken.Zumindest die Russen werden das nie vergessen.

    Gefällt mir

  2. JL sagt:

    Ihr tut das Richtige

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s