An alle Organisationen und Einzelpersonen, die wir im Zusammenhang mit dem Fall Alexander Dorin mit Informationen versorgen konnten:

FREE ALEXANDER DORIN

I´m  Alexander Dorin

Alexander Dorin

Liebe Freunde,

nachdem wir an den Anwalt Alexander Dorins, den wir in Basel auftreiben konnten, und der uns von sehr seriöser Seite empfohlen worden ist, nicht weniger als 10.000€ Vorauskasse haben zahlen müssen, können wir Euch jetzt die einigermaßen erfreuliche Mitteilung machen, daß es dem Gefangenen den Umständen entsprechend gut geht und er schon 4 Stunden am Stück mit dem genannten Anwalt sprechen konnte (dieser wünscht, um häufige Störungen seiner Arbeit zu vermeiden, keine öffentliche Mitteilung seines Namens, wofür wir Verständnis haben und ebenso um dieses bitten).

Wie bei allen politischen Fällen ist auch in diesem nicht zu vermeiden gewesen, daß die Stunde so mancher Hysteriker schlug, vielleicht auch ferngesteuerter Verwirrer, welche beispielsweise ausländische Geheimdienste in der Affäre heraufbeschwören und so mancherlei Unsinn mehr. Nun, wenn es eine US-Beteiligung gibt, was nicht eben abwegig zu vermuten ist, da diese ja immerhin hinter dem Angriff auf Jugoslawien stecken und auch die dazugehörige Propaganda weltweit koordiniert haben, so war in diesem Fall, analog zu demjenigen Polanskis, durchaus kein Geheimdiensteinsatz nötig, sondern nur ein zarter Wink des US-Botschaftspersonals, wenn der Schweizer Staat nicht ohnehin gut genug dressiert war, auch ohne ausdrücklichen Wink jedes gewünschte Männchen vor der Gewalt zu machen. (Wenn Tony Blair Bushs Pudel war, so ist Widmer-Schlumpf jedenfalls Obamas Chihuahua).

Was wir herausgefunden haben: A.D. ist “wegen” eines Cannabis-Delikts verhaftet worden. Daß daran irgendein Körnchen Wahrheit sein könnte, können wir natürlich nicht a priori ausschließen. Trotzdem ist der Zeitpunkt und die völlig unverhältnismäßige Art des Polizeivorgehens, nämlich die Versiegelung seines Hauses und Raub, d.h. “Beschlagnahme” sehr großer Teile seines beweglichen Besitzes, die natürlich zur Beweismittelunterschiebung einlädt, ein sehr hartes Indiz für den Vorwandscharakter dieser Beschuldigung. In keinem anderen Fall ist, auch laut örtlicher anwaltlicher Erfahrung, ein auch nur entfernt vergleichbarere Verfolgungsaufwand getrieben worden. (Ardašir schrieb am 18. Juli in Pârse&Pârse – Schweizer Tagesanzeiger gefährdete Alexander Dorins Leben – ) Das zweite Indiz für den Vorwandscharakter, d.h. den Verdacht grober Unrechtsstaatlichkeit des beobachteten Vorgehens, liegt im Zeitpunkt desselben begründet. Denn er erfolgte erstens kurz nach der Wiederholung eines auf A.D. bezüglichen Hetzartikels in dem einschlägigen Lokalblatt “Tagesanzeiger”,

zweitens dicht vor einer Tagung eines von Rußland unterstützten internationalen Treffens, das die wirklichen, unserer Propaganda ja diametral widersprechenden Vorgänge in Srebrenica dokumentieren und veröffentlichen sollte und an welchem A.D.s Teilnahme vorgesehen war, drittens und vor allem aber die – ein wenig widerwillig erfolgte – Festnahme des Massenmörders Orić, der den Mordrahmen, welchem ihm die NATO vorgegeben hatte, offenbar gar zu mutwillig und prahlerisch überschritten hat und deswegen ein Weilchen den Zwerg-Pinochet nicht in England, sondern in der Schweiz darstellen soll, bis dann “gerechterweise” Eichmann ebenso wie jener Jude, der ihn angespuckt haben soll, gleichmäßig aus der Haft entlassen werden, also richtig superausgeglichen und differenziert oder was sonst noch so an Worten auf dem Boden der fdGO herumwimmelt. (Es kann freilich sein, daß letztere Vermutung nicht ganz stimmt, der Eichmann inzwischen laufengelassen wurde und der Jude noch sitzt; wir müssen das also als Vermutung bezeichnen, da wir keine Insider im Schweizer Staatsapparat besitzen und daher das genaue Ausmaß seiner Ekelhaftigkeit nicht exakt bestimmen können).

Wir werden alle Empfänger dieses Rundbriefes über sich ergebende Neuigkeiten weiter auf dem Laufenden halten und erinnern noch einmal an unseren Spendenaufruf, da unsere Mittel äußerst begrenzt sind, ohne unseren Einsatz aber, der zu diesem Zeitpunkt von der Außenwelt völlig abgeschnittene Gefangene nur einen Pflichtverteidiger bekommen hätte, den er klugerweise ausdrücklich ablehnte, weil er sein Vertrauen nicht hat und wohl auch schwerlich verdienen dürfte. Wir wissen aus Insiderkreisen übrigens inzwischen, daß A.D. mit dieser Vermutung völlig recht hatte, da besagte Pflichtverteidigerin bis jetzt noch jeden ihrer angeblichen Schützlinge restlos “in die Pfanne gehauen” habe. Eine nicht eben seltene Erscheinung.

Mit völkerrechtsfreundlichen Grüßen

Monika Fritz

P.S. Wie wir erfahren haben, ist der Eichmann Orić mittlerweile von der Schweiz an den Täterstaat “ausgeliefert” worden, wo er so wenig zu befürchten hat wie Franco oder Mussolini im analogen Fall im Deutschen Reich, nicht jedoch an den Opferstaat, der ein höchst gültiges Anrecht darauf hat. “Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte” (der Maler und Akademiepräsident Max Liebermann über die Nachrichten nach der Machtergreifung Hitlers, der damals ja noch keinen Krieg verloren hatte).

– ENDE DER MITTEILUNG –

An dieser Stelle Aussagen über Naser Orićs direkter Beteiligung an den Massenmorden an Serben.

Naser Orics Mord-Trophäen_ Zweifelnde Fragen zu Srebrenica von Kurt Köpruner

guernica Nr. 3/2008, Juni/Juli 2008
Zeitung für Frieden & Solidarität, Neutralität und EU-Opposition

Im Januar 1994, eineinhalb Jahre vor dem Massaker in Srebrenica, hatte der muslimische Militärkommandant der Stadt, Naser Oric, zwei Journalisten in sein komfortables Appartement eingeladen: John Pomfret von der Washington Post und Bill Schiller vom Toronto Star. Oric brüstete sich vor seinen Gästen buchstäblich, ein Massenmörder zu sein, und zeigte ihnen stolz seine Mord-Trophäen. Am 16. Februar 1994 berichtete John Pomfret in der Washington Post: „Naser Oric’s Kriegstrophäensind auf Video zu sehen: niedergebrannte serbische Häuser und geköpfte serbische Männer, ihre Körper daneben auf jämmerlichen Haufen. In der Nacht mussten wir es mit kalten Waffen machen, erläutert Oric Szenen mit toten Männern, die mit Messern zerstückelt worden waren. Gemütlich auf seiner Couch zurückgelehnt, mit einem Sticker der US-Armee auf der Brust, bietet er ganz das Bild eines Löwen in seiner Höhle. Kein Zweifel: Dieser Muslim-Kommandant ist der zäheste Kerl in der vom UN-Sicherheitsrat zur UN-Schutzzone erklärten Stadt. Solange ich in Srebrenica bin, erklärt Oric, wird es niemals serbisch sein.“

Bill Schiller schrieb am 16. Juli 1995 – kurz nach dem Massaker – im Toronto Star: „Oric ist ein fürchterlicher Mann, und er ist stolz darauf … An einem kalten und verschneiten Tag im Januar 1994 saß ich in seinem Heim im von den Serbien eingeschlossenen Srebrenica und betrachtete die schockierende Videoversion von dem, was man als Naser Oric’s größte Hits bezeichnen könnte. Man sah brennende Häuser, tote Körper, abgetrennte Köpfe und flüchtende Menschen. Oric grinste die ganze Zeit voller Bewunderung für sein Werk. ‚Wir erwischten sie in einem Hinterhalt‘, erklärte er, als eine Anzahl toter Serben auf dem Bildschirm erschienen. Die nächste Einstellung zeigte von Sprengstoff zerfetzte Leichen. ‚Wir haben diese Burschen auf den Mond geschossen!‘, prahlte er. Als eine zerschossene Geisterstadt zu sehen war aber keine Leichen, verkündete Oric eilig: ‚Dort haben wir 114 Serben getötet!‘ Danach sah man auf dem Video Sänger; die ein Loblied auf ihn anstimmten.“

Der damalige Bürgermeister aus Srebrenica, Ibran Mustafićs bietet in seinem Buch „Planirani Haos“ (geplantes Chaos) zusätzliche Beweise für Orićs direkte Teilnahme an den Kriegsverbrechen, die während des Bürgerkrieges in Bosnien-Herzegowina begangen wurden. Das wahrscheinlich schockierendste Kapitel des Buches ist der Teil, in dem Naser Orić persönlich davon erzählt, wie er mit eigenen Händen den ersten Serben tötete – Slobodan Ilić, den Richter von Srebrenica. „Als wir die Gruppe, die in Zalazje gefangen genommen wurde, im Gefängnis von Srebrenica übernahmen, um sie zurück nach Zalazje zu bringen, begann der Totschlag. Slobodan Ilić fiel mir in die Hände. Ich setzte mich auf seine Brust. Er war bärtig und behaart wie ein Tier. Er schaute mich wortlos an. Ich nahm das Bajonett und stach ihm ins Auge, stieß es vor und zurück. Er gab keinen Laut von sich. Dann rammte ich ihm das Messer in das andere Auge… Ich konnte nicht glauben, dass er nicht reagierte. Da fürchtete ich mich ehrlich zum ersten Mal und schnitt ihm sofort die Kehle durch.“

Ibran Mustafic Planirani Haos Planned Chaos

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